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Sa, 16.02.2002

Heute bin ich zum alljährlichen Frühlingsfest-Treffen der Finanzabteilung eingeladen. Das Treffen findet bei einer mittlerweile pensionierten Kollegin statt, die in einem ziemlich alten Wohnblock im 5. Stock wohnt. Mir wurde vorher gesagt, dass diese alten Blöcke von außen übel aussehen, dafür aber innen sehr ansehnlich sind. Und genauso ist es dann auch. Innen haben sie und ihr Mann schöne, helle Fließen und auch sonst war es eigentlich sehr angenehm. Wir spielen an diesem Tag insgesamt 6 oder 7 Stunden "80 Scores", ein ziemlich interessantes und facettenreiches Kartenspiel, das aber sehr lange dauert, wenn man es bis zu Ende spielen möchte. Das Abendessen ist umwerfend, vor allem wenn man bedenkt, dass nur sie und ihr Mann gekocht haben. Es hat genauso viele unterschiedliche Gerichte wie im Restaurant und schmeckt auch ziemlich ähnlich. Drei Mitarbeiterinnen haben je eine Tochter dabei (natürlich nur eine -> Ein-Kind-Politik), von denen vor allem die jüngste einen ziemlichen Narren an mir gefressen hat. Sie ist vielleicht 3 oder 4 Jahre alt und kommt, nachdem sie nach einer Weile ihre Schüchternheit abgelegt hat, ständig zu mir. Wahrscheinlich bin ich die erste Langnase, die sie in ihrem Leben aus der Nähe sieht.

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