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Di, 08.01.2002

Jet-Lag heute: 6:30 Uhr. Heute gehe ich zum ersten Mal in die Kantine der Fabrik. Auswahl gibt es erwartungsgemäß keine, dafür kostet das „Menü“ nur 2 Yuan (ca. 50 Pfennig). Der Reis ist geschmacklos und pampig, das Fleisch ist nicht schlecht, aber zu wenig, das Gemüse fasse ich nicht an (ich mag fast kein Gemüse). Irgendwann fällt mir etwas ganz kurioses auf: alle Chinesen essen mit einer Gabel und alle Deutschen (es sind außer mir nur drei andere Trainees, die restlichen Deutschen gehen nicht in die Kantine) essen mit Stäbchen. Offensichtlich nutzen die Chinesen hier die Gelegenheit, mal mit einer Gabel zu essen und die Deutschen wollen wohl ihre Fähigkeiten mit den Stäbchen ausbauen. Es müssen übrigens alle ihr eigenes Besteck mitbringen, da hier keines ausliegt. Wer keins dabei hat, bekommt wie ich dünne Einmalstäbchen.
Nachdem ich gestern abend noch mit dem Öl meines Nachbarn kochen musste, kaufe ich mir heute erst mal eigenes. Und weil ich keine halben Sachen mache, nehme ich gleich die 2,5 Liter Flache und kaufe dazu noch ein halbes Kilo Salz.
Nach der Arbeit schaue ich mir auf der Suche nach einem Modem die Kaufhäuser von Suzhou an und bin beeindruckt. Bezüglich Größe und Warenausstattung stehen sie deutschen Kaufhäusern in nichts nach. Man kann hier wirklich alles kaufen (außer Computer-Zubehör, Modems gab’s natürlich nicht) und das meiste schien mir wirklich gute Qualität zu sein.

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